Trackspatz auf Weltreise

Trackspatz Reiseblog

Der Heilige Geist „on the road again“

Der Heilige Geist „on the road again“

Am letzten Donnerstag hatten wir ja einen eindrücklichen Gottesdienst in Thessaloniki.

Ein eigener Bericht folgt noch. Man verzeihe mir die nicht kalendarische Reihenfolge.

Mittlerweile sind wir in Mazedonien. Schwierig.

Mazedoniens Religionen dröseln sich so auf: Zwei Drittel mazedonisch-orthodox, ein Drittel muslimisch – bleibt für alle anderen zusammen … nichts.

Fast.

Ein paar Versprengte von anderen Glaubensrichtungen halten tapfer die Stellung. Man muss sie nur finden.

Oder sie einem von Gott vor die Nase setzen lassen.

Also, für den Sonntag hatten wir absolut keine Erwartungen. Es geht schon mal „ohne“. Dachten wir.

Am Samstag hatten wir Sch … - wetter sowie

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Der Olymp mal ganz anders...

Der Olymp mal ganz anders...

Wie ich bereits in anderen Texten erwähnte, sind wir, was unsere „freien“ Übernachtungsplätze anbetrifft, eher zurückhaltend. Wir wollen zum einen niemandem Ärger verursachen (der vielleicht schon üble Erfahrungen mit Wildcampern gemacht hat), andererseits wollen wir natürlich selbst auch keinen Ärger bekommen.

Darum suchen wir unter Nutzung der Geländegängigkeit unseres Autos möglichst abgelegene Flecken fern jeder Bebauung. Und NIE in Naturschutzgebieten.

Manchmal ist dies schwierig. So wie gestern.

Wir waren am Olymp. Ja, wir waren sogar ziemlich weit oben. Der im Netz empfohlene Stellplatz taugte überhaupt nicht – es war der Parkplatz eines Ausflugslokals und Startplatz für sämtliche Bergwanderer.

Camp am Olymp

Also zurück

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In einem Rutsch

In einem Rutsch

Wir fahren, natürlich nach unseren Navis (richtig: wir haben zwei). Am Ortsausgang von Stigliano sollen wir rechts ins Tal abbiegen. Da ist aber keine Straße. Diesmal hat Garmin nicht geschlampt, sondern die Straße ist wirklich verschwunden. Jedenfalls ein gehöriges Stück davon.

Die ganze Region ist stark erdrutschgefährdet. Man sieht es allerorten auf allen möglichen Straßen: Alle paar Kilometer fehlt plötzlich eine halbe Fahrbahn. Manchmal eben auch eine ganze. Die Straßen rütteln einen ohne Unterlass durch, weil sich wirklich überall der Belag gesetzt und gesenkt hat.

Bis in die Neuzeit sind immer wieder ganze Dörfer ins Tal gedonnert. Das bekannteste Beispiel

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Tunesische Gastfreundschaft

Tunesische Gastfreundschaft

Jeden Tag nehmen wir uns vor, früh genug auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz zu gehen.

In Tunesien geht die Sonne früher unter, und nachmittags ab sechs wird‘s schon düster. Das heißt, um fünf sollte man schon einen Platz gefunden haben. Leider schlampen wir da immer wieder.

Und ebenso leider kann man einer Landkarte oder auch Google Maps nicht entnehmen, ob eine Gegend zum freien Stehen für unser Auto geeignet ist.

So passierte es uns auch in der Gegend südlich von Monastir, dass wir in die Dämmerung gerieten (in der Dunkelheit braucht man eh nicht mehr zu suchen. Da muss

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Kreuzwasser

Kreuzwasser

Auf allen unseren Reisen spielt das sogenannte „Kreuzwasser“ eine wichtige Rolle.

Das hat aber NICHTS mit dem christlichen Kreuz zu tun. Es ist ganz profan:

Auf unseren jährlichen Reisen ins australische Outback brauchen wir Wasser. Viel Wasser. Allein zum Trinken haben wir meistens etwa 130 Liter dabei. Mineralwasser und andere Getränke. Aus dem Supermarkt. Wasser, das man unterwegs zapfen kann, z.B. auf Campingplätzen, an Brunnen oder an öffentlichen Anlagen, ist selten zum Trinken geeignet. Zwar nicht direkt giftig, aber mit übelschmeckenden Mineralien versetzt. Schmeckt schlicht Sch … Aufbereitetes Trinkwasser ist für den allgemeinen Gebrauch dort viel zu kostbar. Also kaufen

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Gipfeltreffen mit Jesus

Gipfeltreffen mit Jesus

St Georges Anglican Church TaorminaJesus folgen – gar nicht so einfach.

Aber lohnend.

Wir versuchen auf unseren Reisen ja immer, am Sonntag möglichst einen Gottesdienst aufzusuchen.

Dafür haben wir natürlich eine Prioritätenliste:

Gut erreichbar.

Protestantisch (oder verwandt – katholisch ist schwierig).

Deutsch oder englisch.

In Tunesien gelang uns dies zweimal, jeweils in Sousse. Wir berichteten.

Auf Sizilien ist die Sache etwas problematisch: Es gibt so gut wie ausschließlich katholische Kirchen – und einen evangelischen Pfarrer für die gesamte Insel. Der organisiert Gottesdienste jeden Sonntag in einer anderen Stadt. Und an diesem Wochenende war er überhaupt nicht auf der Insel. Aber vielleicht probieren wir mal

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Dem Terror keine Chance

Dem Terror keine Chance

Absolute Sicherheit kennt nur ein Wort:
todsicher.
© Walter Ludin

Helle Aufregung – nur zu unserer Sicherheit! 

Vor einigen Tagen habe ich einen weiteren mehrseitigen Blog zu unseren Erlebnissen und Erfahrungen mit der tunesischen Nationalgarde geschrieben – und ich veröffentliche ihn hier NICHT. Zwar stimmt alles, was darin beschrieben ist, aber der Bericht wird dem, was hier so „abgeht“, nach dem, was wir inzwischen erfahren durften, nicht mehr gerecht. Wir haben ja auch bereits in vorgehenden Blogs unsere Erlebnisse mit Polizei und Nationalgarde geschildert.

Darum das Erlebte nur kurz angerissen:
(Detailliere Bilder des Geschehens können wir aus verständlichen Gründen hier nicht

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Polizei macht Sachen

Polizei macht Sachen

Kaum haben wir davon berichtet, in welchem Ausmaß das hiesige Militär und die Polizei bzw. National Garde um die Sicherheit der Besucher ihres Landes besorgt sind, und dass man das kaum noch toppen kann: Man kann.

Garde Nationale Runde 1

Wir sind ja, wie bereits geschildert, bemüht, für die Übernachtung jeweils ein Plätzchen zu suchen, wo wir möglichst unauffällig, ja möglichst unsichtbar sind, Das ist bei aller Weitläufigkeit ab und zu schwierig. Irgendwelche Schäfer gibt es an den unglaublichsten Orten. So wie gestern. An die zwei Kilometer waren wir querfeldein in verlassenes Gebiet gefahren. Fernab entdeckten wir eine Schäferfamilie, mit

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Terrorismus in Tunesien

Terrorismus in Tunesien

Terrorismus aus hiesigen Augen:

Was uns seit der ersten Minute in Tunesien begleitet (eigentlich schon länger), ist das Thema Terrorismus und Terroristen.

Nein, wir fühlen uns nicht bedroht. In Spanien zum Beispiel fühlen wir uns weit unsicherer als hier. Und das nicht nur, weil wir dort vor zwei Jahren übel ausgeraubt wurden.

Nein, wir fühlen uns sicher, weil wir merken, wie das Thema die Bevölkerung und besonders die Sicherheitskräfte rund um die Uhr in allen Lebenslagen beschäftigt und bewegt.

Nicht nur an den ständigen Straßenkontrollen wird gewacht, nein, gerade dort, wo wir nicht damit rechnen. Wir stehen mit unserem Auto

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Libyen: Grenzerfahrung

Libyen: Grenzerfahrung

Wir wollten ja nur mal gucken. Nur mal so..

Also, rübergucken nach Libyen. Nicht dass wir neugierig wären. Aber gucken darf man doch mal?

Ja, darf man. Muss man aber nicht. Nicht unbedingt.

Aber von vorn:

Nachdem wir uns an der tunesischen Sahara nun ein wenig abgearbeitet haben und im Westen auch an der algerischen Grenze „geschnuppert“ hatten (was uns schon Facebook-Follower unter den Grenzsoldaten eingebracht hat), wollen wir das Land auch nach Südosten hin durchmessen. Nach Libyen rein geht ja nicht. Jedenfalls nicht für uns.

Was uns östlich von Medenine auffällt, ist die für tunesische Verkehrsverhältnisse exorbitante Verkehrsdichte auf einer

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Chenini - Luke Skywalkers Mond

Chenini - Luke Skywalkers Mond

Also, so richtig kommen wir so in Tunesien nicht rum. Vorerst. Macht aber nichts, Tunesien ist nämlich ziemlich klein. Nicht so klein wie Gibraltar, wie wir feststellen können, aber doch handlich. Und DAS Highlight (die Sahara) kennen wir jetzt recht intensiv.

Der nächste Morgen bringt Regen, Sturm, Sand und Kälte. Schauderhaft. Gegen Mittag machen wir uns aber auf gen Chenini. Die Strecke führt noch mal durch Ksar Ghilane. Wie ist der Superlativ von „tot“?

Chenini

Am Nachmittag erreichen wir Chenini durch ein traumhaft schönes Tal. Am Ortseingang will ein etwa 12jähriger Bengel Bonbons, Geld und Kugelschreiber. Als er nichts bekommt, schmeißt

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Oase Ain Essbat

Oase Ain Essbat

Wir wollen weg. Noch weiter in den Süden. Wir finden auf der Karte die Oase Ain Essebat (oder Ain Essbat, oder Ain Sebat – es gibt keine verbindlichen Schreibweisen). Nur eines finden wir auf der Karte nicht: Wege dorthin. Aber laut einem alten Reiseführer muss es dorthin gehen. Nur ein Problem lässt uns zögern: Schon für die Fahrt nach Ksar Ghilane auf der von uns gewählten Piste, die voll im militärischen Sperrgebiet liegt, hätten wir eine offizielle Erlaubnis gebraucht, und wir hatten uns durchgemogelt. Wo wir hinwollen, gibt es praktisch keinen Tourismus mehr, dafür  umsomehr Militärstützpunkte und -kontrollen. Der erste

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Ksar Ghilane - Quad erat demonstrandum

Ksar Ghilane - Quad erat demonstrandum

Nein, kein Tippfehler: Es geht um Quads. Nun ja, ein bisschen. Das Wortspiel gefiel mit halt.

Doch zum Thema: Keinen Ort haben wir bisher mit unserem Felix so oft heimgesucht wie Douz. Das war aber auch gut: Vom Tembain aus haben wir uns vor Sandsturm und Schlechtwetter einfach ein paar Tage in den Schutz der Umfriedung des Campingplatzes geflüchtet – und diejenigen bedauert, die eine Saharatour fest gebucht hatten. Wir sahen Taucherbrillen auf Augen und Nasen sitzen.

Aber nach drei Tagen Gammelei hat es uns dann aber auch gereicht: Auf nach Ksar Ghilane, eine große Oase an einer kräftig sprudelnden

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Der falsche Rommel

Der falsche Rommel

 

Nachdem wir mit der „Pistenkuh“ und den Fahrradfahrern aus Darmstadt die Stadt Douz erkundet hatten, wollten wir mal etwas ganz Verwegenes in Angriff nehmen: Eine Rundtour. Als Touristen eben. Gibt ja außer uns keine.

Kibili

In der nächsten Stadt Kebili gibt‘s einen nennenswerten Supermarkt, wo wir u.a. Mineralwasser fassen. Als wir dann ein wenig durch die Nebenstraßen kurven, entdecken wir eine Hähnchenbraterei. Zwei halbe Gockel von geringem Preis und veritabler Größe sind schnell eingeladen und bereichern unseren Abendbrottisch, den wir wenig später am Fuße eines Tafelbergs aufstellen.

Nirgends auf der Welt haben wir derart problemlos Möglichkeiten zum freien Campen

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Fatih ist der Beste!

Fatih ist der Beste!

Unlängst waren wir schon mal in der Sahara. Also, die Sahara ist ja groß, und nur zum Teil sieht sie so aus, wie man das von den Kalenderbildern her kennt. Großenteils ist sie sogar ziemlich dicht bewachsen.

Aber jetzt waren wir mal (wieder) in der „richtigen“ Sahara. Um einen herum nur Sand und Dünen und Sand … Luft ablassen aus de Reifen und den Allradantrieb mit allen Sperren einlegen, sonst kann man nach wenigen Metern schon das Auto ausgraben.

So wie wir ……………

Brunnentour in die Wüste

Um nicht von Düne zu Düne taumeln zu müssen, gibt es durchaus befahrene

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Lacosten Sie mal!

Lacosten Sie mal!

Da will ich mal etwas für mein Wohlbefinden tun, und ich nehme meine Super-Duper-Fitnessuhr von Withings mitsamt Tablet-Auswertungs- und Erinnerungssoftware mit auf große Fahrt.

Eine ganze Schublade voller billiger, aber funktionstüchtiger und robuster ALDI- und LIDL-Uhren rostet derweil daheim vor sich hin.

Und ausgerechnet dieses Hightech-Gelumpe gibt doch den Geist auf, der ihm nie innewohnte.

Eigentlich kann mir die Uhrzeit egal sein – aber ich will sie wissen. Eigentlich haben wir hinreichend Uhren im Felix verteilt, aber ich will doch meine eigene Uhr. So sind Kinder nun mal.

Also halte ich Ausschau nach einem Uhrenladen, der eine Rolex anbietet. Mindestens.

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Von Sousse nach Douz - Teil 2

Von Sousse nach Douz - Teil 2

Jetzt schnüren vor in mäßigem Tempo (wie es unseren alten Knochen geziemt) durch nach Douz. Ein lebendiges Städtchen, das wir aber erst mal nur durchqueren: Wenige Kilometer hinter Douz führt uns das Navi direkt in die Wüste. Und dann sehen wir ihn schon stehen: Den Steyr-LKW der „Pistenkuh“. Was für ein Hallo, als wir direkt neben ihnen anhalten!


Pistenkuh

PistenkuhUnd dann wird erst einmal gequatscht. Wir tauschen Erfahrungen, Tips und Hinweise aus – und davon gibt es wahrlich viele. Schließlich ist für uns vieles immer noch neu, und Sabine und Burkhard kommen gerade von einer fast unmöglichen Tour

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Von Sousse nach Douz - Teil 1

Von Sousse nach Douz - Teil 1

 

Nachdem das mit dem Gottesdienst in Sousse so wundervoll geklappt hat, wenden wir uns unserem nächsten Programmpunkt zu. Wir sind schließlich nicht in Urlaub – oder?

Ursprünglich sind wir mit einem Deutschen verabredet, der uns als überaus erfahrener „Wüstenfuchs“ kreuz und quer durch die tunesische Sahara leiten und begleiten will, insbesondere, weil die Tunesischen Sanddünen besonders schwierig zu befahren sind. Im Lauf der Korrespondenz spüren wir aber, dass wir wohl nicht in dem Maße bereit und in der Lage sind, uns seinen Anschauungen von „Regiment“ zu unterwerfen, wie dieser Herr es sich vorstellt. Da sind wir dann doch lieber

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Felix in Sousse

Felix in Sousse

Christen in Tunesien? Gibt es. Ein paar.

Protestanten in Tunesien? Gibt es. Ein paar wenige.

Englischsprachige Protestanten in Tunesien? Gibt es. Aber wo?

In Sousse an der Ostküste.

Wo sind wir, wenn wir, am Donnerstag in Tunis ankommend, am Sonntagmorgen, wenn wir ganz gemütlich gen Süden schippern? Richtig! In Sousse. Genauer: In Sousse an der katholischen Kirche Saint Felix. Ja, Felix – genau wie unser Auto.

Wer hat‘s gemerkt? Genau: Katholisch.

Jeden Sonntag ab viertel vor elf stellt diese katholische Gemeinde ihre Kirche der kleinen evangelischen Gemeinde zur Verfügung, um darin ihren Gottesdienst zu feiern. Bis halb elf feiert Saint

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Luxus pur - Überfahrt auf der Fähre

Luxus pur - Überfahrt auf der Fähre

Eine eigene Kabine auf der Fähre.

Vor der Buchung haben wir Bewertungen der Fährgesellschaft und der einzigen in Frage kommenden Fähre gelesen und rechneten mit dem Schlimmsten: Dreck und Rost und unfreundliches Personal sowie ungenießbarer Fraß, der nach langem Anstehen schon kalt war.

Unsere Zimmernummer auf der FähreUns erwartete ein Schiff von geradezu edler Anmutung: Viel Chrom, poliertes Messing, Holz und jede Menge Spiegel. Eine Kabine mit sauberen Betten und Böden und einer Dusche und Toilette – sauber geputzt, frische Handtücher und sogar Shampoo und Seife. So manches teure Hotelzimmer schneidet schlechter ab.

Ein Blick in einen Raum mit den „Pullmann“-Sitzen bestätigte unsere Wahl:

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